Aus der Vereinsgeschichte

 

In Dattenberg schlossen sich unter  der maßgeblichen Inatiative von Peter Fack die Sangesfreunde Johann Fuchs, Bernhard Heuper, Philipp Acker, Josef Reifert, Severin Honnef, Franz Birrenbach, Matthias Klaus, Franz Willscheid, Anton Willscheid, Jakob Schneider, Anton Schneider, Edmund Schneider und Hilarius Hoppen zusammen und gründeten am 12.März 1925 den „Quartettverein Dattenberg“. Chorleiter wurde Johann Fuchs, der den Verein schon in verhältnismäßig kurzer Zeit zu einem beachtlichen Leistungsstand bringen konnte. Am 25. Juli 1925 tagte im Vereinslokal Willscheid die erste Generalversammlung. Peter Fack wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

Im Jahre 1927 nimmt der Verein erstmals an einem Gesangwettstreit in Leubsdorf teil und gewinnt den 1. Klassenpreis in Form eines Silberpokals. 1929 errangen die Sänger in Dierdorf ebenfalls de 1. Klassenpreis. Durch intensive Chorproben hat sich der Verein zu einem dynamischen Klangkörper emporgearbeitet und erfreut auch bei Orts- und Vereinsveranstaltungen seine Zuhörer.

 

Im Jahr 1935 feierte der Verein sein 10-jähriges Bestehen mit einem Sängerfest und vielen Gastvereinen.

 

Die Kriegsjahre brachten auch für den Quartettverein eine Zwangspause; Chorgesang und Vereinsleben kamen völlig zum erliegen. Besonders schmerzlich war, daß in den kleinen Sängerkreis drei Männer nicht zurückkehrten: Jakob Schneider, Hilarius Hoppen und Hubert Kirschbaum.

 

Die französische Besatzungsmacht verbot zunächst jegliche Vereinstätigkeit und löste alle Vereine auf. Erst mit einer Verordnung des französischen Oberkommandos vom 21. Dezember 1945 zur „Wiederherstellung des Vereinsrechts“ konnten auch Gesangvereine, unter stengsten Auflagen und in –zigfacher Ausfertigung in deutscher und in französischer Sprache, einen Antrag auf Wiedergründung stellen. Schon bald wurden die wöchentlichen Chorproben wieder aufgenommen. Vorsitzender Peter Fack, der den Verein nunmehr 21 Jahre geführt hatte, wurde 1946 zum Gemeindebürgermeister berufen und stellte sein Amt zur Verfügung. Josef Reifert wurde in der Generalversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Lust und Freude am gemeinsamen Singen, Sängerfreundschaft mit urwüchsigem Humor und vor allem die intensive Probenarbeit der Mitglieder läßt den Chor in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder zu einem beachtlichen Klangkörper werden.

 

Mit jungen Nachwuchskräften aufgefüllt, nimmt der Verein 1952 in Imhausen, 1954 in Neuwied und 1956 in Bendorf an Gesangwettstreiten mit schönen Erfolgen teil. Außerdem beteiligt sich der Verein immer mehr an Sängerfesten der Brudervereine in der näheren Umgebung.

 

Schließlich entschloß man sich, im August 1953 ein Freundschaftssingen durchzuführen. Teilnehmende Vereine waren: MGV „Sängerlust“ Hargarten, MGV „Liederkranz“ Leubsdorf, Kirchenchor „Cäcilia“ Dattenberg, MGV „Wiedperle“ Neustadt/Wied und MGV „Cäcilia“ Bruchhausen. Zum Vortrag kamen schöne alte Volkslieder, aber auch neuere Chorsätze, vorgetragen mit beachtlichem Niveau der beteiligten Vereine. Eine lebendige Demonstration für die Freude am Gesang und für das Lied.

 

Im Juli 1955 feierte der Verein sein 30-jähriges Bestehen. Sieben befreundete Vereine kamen um zu gratulieren und gestalteten so dieses Fest mit: MGV „Cäcilia“ Bruchhausen, Werkschor der Basalt-AG Willmeroth, Werkschor der Kali-Chemie Bad Hönningen, MGV Bonefeld, MGV „Sängerlust“ Hargarten, MGV „Liederkranz“ Leubsdorf sowie MGV „Germania“ Neuwied.

 

1960 starb Chorleiter Johann Fuchs, einer der letzten Idealisten, der den Verein 35 Jahre lang ehrenamtlich dirigierte. Unser „Schäng“ war es, der an dem erreichten Format des Quartettvereins absoluten Anteil hatte und durch sein Können und seine untadelige Haltung den Verein prägte. Sein Sohn Franz Fuchs wurde Nachfolger und somit neuer Chorleiter des Quartettvereins

 

Vorsitzender Josef Reifert stellte, nach 12-jähriger Ausübung seines Amtes, dieses aus gesundheitlichen Gründen 1964 zur Verfügung. In Anbetracht seiner Verdienste wird Josef Reifert zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Generalversammlung wählte Philipp Acker zu seinem Nachfolger.

 

1965 konnte der Verein auf sein 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Der offizielle Teil, der am Samstag, dem 22. Mai stattfand, war eingebettet in ein „ Chor- und Solistenkonzert“. Die vier noch lebenden Mitbegründer des Vereins, nämlich Peter Fack, Josef Reifert, Anton Schneider  und Philipp Acker, erhielten die silberne Ehrennadel des Vereins. Die weitere Gestaltung erfolgte durch den Quartettverein, den Kirchenchor „Cäcilia“ Dattenberg,

Norbert Tomeleri (Tenor), Franz Gey (Klavier), Willy Berg (Trompete), Erich Abels (Akkordeon) und das Duo Both/Schmidt (Violine/Klavier).

Ein Freundschaftssingen am Sonntag bildete noch einen weiteren Höhepunkt. Befreundete Vereine aus Hargarten, Kasbach, Willmeroth, Ohlenberg und Leubsdorf servierten zum Geburtstagsfest einen wahren Blumenstrauss schönster Melodien. Der Erlös aus der Veranstaltung wurde in ein neues Klavier investiert.

 

1968 fand ein „Chor- und Solistenkonzert" im Saale Willscheid statt. Der von unserem Dirigenten Franz Fuchs mit viel Fleiß und Umsicht geleitete Chor trug Werke von Bortniansky, Rische, Erhard, Zoll und Clemen vor. Trefflich gelangen vor allem die Wiedergabe von Zoll's „Glöckchen" und das „Lied der Berge". Weitere bunte Vorträge folgten durch Heinz Fackert (Tenor), Rudolf Klotz (Cello) und Willi Berg (Konzerttrompete). Franz und Johannes Fuchs spielten Weisen auf zwei Klavieren sowie beliebte Melodien auf der „Ahlborn-Orgel".

 

1967 übernahm Egon Heuper die Vereinsführung und ein Jahr später wurde Alfred Willscheid Vorsitzender des Quartettvereins. Ab 1971 führte Günther Reifert den Verein.

 

Im Juli 1970 ging es auf große Fahrt. Gemeinsam mit dem Tambourcorps Dattenberg wurde eine Schiffsfahrt unternommen. Das Schiff mit dem Namen „Königin Richeza" hatte eine Gaststätte an Bord, so daß niemand auf das ungenießbare Rheinwasser zurückgreifen mußte. Ziel war Boppard mit Zwischenstop in Braubach zum Mittagessen. Eine Schiffsfahrt, die noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

 

Am 30. April 1973 erhielten wir die traurige Nachricht vom Tode unseres langjährigen Chorleiters und Ehrendirigenten Franz Fuchs. Die Nachfolge übernahm Sohn Johannes Fuchs.

 

1975 wechselt der Verein sein Probelokal von der Gaststätte Willscheid zur Gaststätte Frings.

 

1977 veranstaltete der Quartettverein und das Mandolinenorchester Rheinbrohl in Dattenberg im Saal Willscheid/Honnef ein Konzert zugunsten der Aktion Sorgenkind.

 

1980 begab sich der Quartettverein auf Luftreise - mit Angehörigen und Gästen nach Mallorca. Es folgten noch Flugreisen 1982 nach Ibiza, 1984 an die Küste Spaniens (Benidorm) sowie 1986 nochmals nach Mallorca.

 

1980 beging der Verein sein 55-jähriges Wiegenfest.  Mit einem „Chor- und Solistenkonzert" in der Pfarrkirche in Dattenberg. Die Solisten waren: H. Schönenberg (Tenor), H.J. Thiel (Trompete) und B. Effern (Orgel). Die musikalische Gesamtleitung hatte Chorleiter Johannes Fuchs. Die abschließende Türsammlung war bestimmt für die Pfarrkirche, denn hier waren dringende Reparaturarbeiten am Turm notwendig.

 

1983 trat Chorleiter Johannes Fuchs nach zehnjähriger Tätigkeit ab und übergab die chorische Leitung an Siegfried Meyer.

 

1985 feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen mit einem „Festlichen Chor- und Solistenkonzert" in der Pfarrkirche in Dattenberg. In einem fast 90-minütigen Programm boten der Quartettverein und die Solisten  eine bunte Palette von Volksliedern und sakraler Musik. Mitwirkende waren Friedel Becker (Bariton) vom Stadttheater Koblenz, Toni Slatina (Cellist) vom Wiesbadener Staatstheater, Erich Florin (Trompete) von den Siegtal-Musikanten sowie Johannes Fuchs (Orgel). Die Gesamtleitung hatte unser Chorleiter Siegfried Meyer. Eine Überraschung war der Auftritt der Sopranistin Jutta Reif von der Staatsoper Leipzig. Der hervorragende Vortrag des Liedes „Ave Maria" von Franz Schubert wurde vom Publikum mit langem Beifall bedacht. Der Erlös der Veranstaltung wurde für die Anschaffung einer neuen Kirchenorgel gespendet. Der Betrag von 1.713 DM wurde an die Vorsitzende des Orgelbauvereins, Rosemarie Honnef, übergeben.

Zum 60-jährigen Bestehen des Quartettvereins wurde ein Bildband herausgegeben: „Dattenberg - Bilder und Geschichten aus dem Röpeland".

 

1985 schließen die Geschwister Frings aus Altersgründen ihr Gasthaus. Es folgte ein Wechsel ins Gasthaus Willscheid am Markt.

 

Im gleichen Jahr gab es ein „Adventskonzert " zusammen mit dem Kirchenchor „Cäcilia" 1882 Dattenberg. Zur Aufführung kamen Werke von Händel, Engelhardt-Fischer, Mozart, Schumann, Sonnet und Brahms. Als Solisten wirkten Margret Menzenbach (Flöte) und Siegfried Meyer (Klavier) mit. Die Einnahmen waren bestimmt für die Anschaffung der Kirchenorgel. Ein schöner Abschluß des Jubiläumsjahres.

 

1989 war der Verein wieder unterwegs – eine Sängertour führte an die Mittelmosel zum Weinfest nach Kröv. Mit einem Abstecher nach Ulmen löste der Verein ein Versprechen ein und gestaltete um 19 Uhr in der Pfarrkirche Ulmen bei Ex-Vikar Deimann die Vorabendmesse mit. Nach der Messe hatte Pastor Deimann noch zu einer Wiedersehensfeier mit Umtrunk in den Pfarrsaal geladen. Mit kleiner Verspätung erreichten wir unser Quartier, Gasthaus Finkelmeyer, in Bengel. Nach dem Abendessen fuhren wir zum  Weinlesefest nach Kröv. Und in Kröv wurde sogleich der hervorragende Rebensaft gekostet. Der nächste Tag begann mit einer Wanderung ins nahegelegene Kloster Springiersbach. Eine Einkehr an der Mosel beendete unsere Chortour und es ging mit dem Bus zurück ins Röpeland.

 

1990 konnte der Verein auf sein 65-jähriges Bestehen zurückblicken. Ein Chorkonzert unter dem Motto „Eine musikalischen Reise um die Welt" fand im Dattenberger Bürgerhaus statt. Dabei waren außer dem Quartettverein weitere Männergesangvereine beteiligt:  MGV „Concordia" Unkel, MGV „Freundschaftsbund" Kölsch-Büllesbach und MGV „Liederkranz" Leubsdorf. Gemäß dem Motto kamen Lieder von Rußland bis Amerika zum Vortrag. Glanzvoll der Auftritt  der Gesangsgruppe „Die 4 Pepitas", das Meister-Quartett aus Siegburg - am Klavier begleitet von Hans Wittmann.

 

Nach 20 Jahren, in denen Günther Reifert  den Quartettverein führte, übernahm 1991 Reinhold Schneider den Vereinsvorsitz. Neben eigenen Auftritten sang man jetzt auch öfter einmal in der größeren Chorgemeinschaft des Dirigenten mit.

 

Die Vereinstour ging im Jahre 1993 nach Budapest. Mit dem „Donau-Kurier" ab Koblenz und im Liegewagen fuhren 22 Vereinsmitglieder in Richtung Ungarn. Von den Tagen in Budapest sowie einem Ausflug nach Szentendre in ein Freilichtmuseum haben alle bleibende Eindrücke mit nach Hause gebracht.

 

Im Jahre 1995 führte ein Tagesausflug mit der Bahn nach Bochum. In Bochum angekommen ging es ins „Deutsche Bergbaumuseum", wo eine Dokumentation der bergmännischen Technik von den Anfängen bis in die Gegenwart zu besichtigen war. Mit dem Fahrstuhl ging es ins Schaubergwerk 19.000 mm unter der Erde. Anschließend ging es zur „Bodega Rioja". Andreas Krämer erwartete uns mit einer „Original Fleisch- und Fischpaella" zum Mittagessen. Es folgte eine Weinprobe, bei der uns Andreas Krämer noch erlesene Weine kredenzte. Leicht beschwipst und gut gelaunt, sowie mit einigen Litern Rotwein ausgerüstet, wurde die Rückreise angetreten.

 

Nach 10 Jahren Chorproben im Gasthaus Willscheid mußten  wir am 18. April 1995 umziehen ins Bürgerhaus. Wegen dortiger Umbauarbeiten stand erneut ein Wechsel an. Der Umzug erfolgte 1996 in die Gaststätte Kröll, wo wir sehr gut aufgenommen wurden.

 

Auf Antrag des Quartettvereins wurde 1996 vom Finanzamt Neuwied die „Gemeinnützigkeit" des Vereins anerkannt. Zuvor waren in unserer Vereinssatzung umfangreiche Änderungen erforderlich. Ebenfalls wurde die Zusammensetzung des Vorstandes geändert. 1. Vorsitzender wurde Paul Krämer, Reinhold Schneider wurde Geschäftsführer.

 

1996 starb unser Chorleiter Siegfried Meyer. Walter Kill vertrat Siegfried Meyer seit seiner Krankheit und  erklärte sich bereit, die Chorleitertätigkeit auch weiterhin auszuüben.

 

Die Vereinstour führte uns 1996 nach Bad Sobernheim. Nach dem Mittagessen im Brauhaus in Meisenheim war Zeit für einen Stadtbummel. Nach der Besichtigung des Freilichtmuseums in Bad Sobernheim ging die Fahrt direkt ins Weinprobierstübchen von Bad Sobernhein - nach Steinhardt zur Weinprobe im Weingut Michel. Allen Teilnehmern dürfte dieser gut organisierter Ausflug in bester und angenehmer Erinnerung sein.

 

Immerhin 28 Vereinsmitglieder starteten 1997 mit der Bahn AG zu einem Tagesausflug nach Bochum. Dort wurde das Planetarium besichtigt. Anschließend erfolgte eine Fahrt zum „Gut Lennershof". In der urig eingerichteten „Bodega Rioja" kredenzte Andreas Krämer eine „Original Fabada asturiana", ein Asturischer Bohneneintopf mit Wursteinlage. Es folgte eine Weinprobe. Der erste Auftritt des Quartettvereins in der Bodega Rioja brachte dem begeisterten Publikum folgende Lieder zu gehör: Morgenrot, Aus der Traube in die Tonne, Gürtel und Tüchlein, und im Abendrot. Nach ein paar gemeinsamen, schönen Stunden wurde die Heimfahrt angetreten, nicht ohne einige Liter aus der Weinkiste von Andreas als Wegzehrung.

 

Engagement für Dattenberg.

Das aus dem 13. Jahrhundert stammende „Chor der alten Pfarrkirche im Tal" wurde von der Gemeinde Dattenberg 1956 als Gedenkstätte für die Opfer beider Weltkriege eingerichtet. 1999 übernahm der Quartettverein die Patenschaft zur Pflege dieser Gedenkstätte. Im Rahmen bestehender Möglichkeiten wird das Ziel verfogt, die Kulturstätte in einem ordentlichen Zustand zu erhalten und Besucher zum Verweilen einzuladen. In der Zeit von 1999 bis heute wurden über 400 Arbeitsstunden geleistet.

 

Im Jahr 2000 feierte der Verein seinen 75-jährigen Geburtstag. Man gestaltete einen „Bunten Abend" mit Liedvorträgen, Ehrungen und großer Tombola. So wurde im Kreise der Sängerfamilie der Geburtstag groß gefeiert. Zum Ausklang des Abends  gab es Klaviervorträge von Walter Kill und Johannes Kröll.

                                                                          

Zum Abschluß des 75-jährigen Bestehens war für die „Lebenden und Verstorbenen" des Quartettvereins die Vorabendmesse am 25.November  2000 in Hähnen bestellt. Die Messe wurde vom Verein mitgestaltet. Der  Gottesdienst wurde gehalten von Pater Gloger. Im Anschluß an die Messe traf man sich mit Anhang zu ein paar gemütlichen Stunden im Schützenhaus.

 

Im Jahr 2001 führte der Vereinsausflug in den Elsaß. Zur Mittagszeit erreichten wir unser Quartier (Hotel Engel) in Bühl/Baden. Nachmittags stand in Straßburg eine Stadtführung auf dem Programm. Der zweiteTag führte uns durch die Elsäßische Weinstraße zum Odilienberg, nach Obernai und zur Haut-Koenigsburg – der mächtigsten Burg im Elsaß. Über die Route du Vin erreichten wir „Riquewihr" - ein städtebauliches Kleinod im Elsaß. Der dritte Tag begann mit der Fahrt durch den Kaiserstuhl nach „Colmar", wo wir eine  Stadtführung unternahmen. Anschließend ging es über die Käsestraße „La Route du Fromage" zu einer Ferme (Käserei), in der wir „live“ die Herstellung von Munsterkäse erlebten. Auf der Rückfahrt nach St. Goar besuchten wir noch die Staustufe Iffezheim, das Kakteenland in Steinfeld und das größte Schuhdorf Deutschlands, Hauenstein. Nach einer Rast in St. Goar erreichten wir am späten Abend Dattenberg. Dieses und vieles mehr führte zu einem rundum gelungenen Vereinsausflug. 

 

Ein Tagesausflug im Jahre 2002 führte zum Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen und zum 20-jährigen Jubiläum der Bodega Rioja. Das Museum gehört zu den größten seiner Art in Deutschland. Die Fahrzeugsammlung umfaßt mehr als 180 Schienenfahrzeuge aus der Zeit von 1853 bis zur Gegenwart. Ein Museum der besonderen Art - mit vielen Raritäten und einzig erhaltene Exemplare, die vor der Verschrottung bewahrt wurden. Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn zur Bodega. Leider kamen wir nur bis kurz vor Bochum. Vor uns lag eine defekte U-Bahn, die erst geräumt werden mußte. Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir in der Bodega an. Wir gratulierten unserem Freund und (inaktivem) Mitglied Andreas Krämer zum 20-jährigen Jubiläum und stießen mit einem Gläschen Wein auf die nächsten 50 Jahre an. Ein gelungener Ausflug mit viel Sonnenschein, Freude und einigen frohen Stunden im Kreise der Sängerfamilie.

 

Im Jahre 2003 unternahm die Sängerfamilie ein Ausflug in den Naturpark „Lüneburger Heide". Unser Quartier bezogen wir in Gyhum. Wir besichtigten Celle und unternahmen einen Ausflug zum Heidedorf Wilsede. Natürlich durfte ein Besuch der Salzstadt Lüneburg nicht fehlen. Unvergessen bleibt ein „Bunter Abend" im Hotel bei Familie Köhnken. Auf der Rückfahrt war noch ein Abstecher nach Bremen vorgesehen. Dort wurde die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten besichtigt – unter anderem die Böttcherstraße und das Schnoorviertel. Eine gelungene Reise, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Unser Jahresausflug 2004 führte uns in die Lausitz, Spreewald und an die sächsische Weinstraße. Dort erfolgte die Besichtigung der Porzellanmanufaktur in Meißen. Höhepunkt war der Besuch von Dresden - das Elbflorenz mit dem einmaligen Charme einer ungewöhnlichen Stadt. Weniger im Blickpunkt, aber ein Kleinod besonderer Art war der Besuch von „Pfunds Molkerei", des schönsten Milchladens der Welt. Das Abendessen genossen wir bei Kerzenlicht im historischen Restaurant „Festungsmauern" am Brühlschen Garten. Dresdner Trichtertrinken wurde uns von „Graf Brühl“ auf humorige Art beigebracht. Gegen 23 Uhr unternahmen wir noch eine romantische Lichterfahrt durch Dresden.

Die Ausflugsfahrt am nächsten Tag führte nach Lübbenau und war mit einer mehrstündigen Kahnfahrt durch den Spreewald verbunden. Der Abend endete sehr gemütlich im Hotel in Weinböhla, wo für Unterhaltung und Tanz mit einer tollen Hauskapelle gesorgt war. Zu erwähnen wäre noch der „Alte Holzmichel", der uns durch den wunderbaren Abend begleitete.

Eine Fahrt zum Barockschloß Moritzburg war Höhepunkt des darauffolgenden Tages. Die barocke Schloßanlage diente im 18. Jahrhundert Kurfürst Friedrich August II von Sachsen, genannt „August der Starke", als Jagdschloß und prachtvolle Kulisse für königliche Lustbarkeiten. „August der Starke" hat uns während der ganzen Reise begleitet, sogar auf der Heimfahrt war er noch anwesend.  Eine wohlgelungene Sängerfamilienreise.  

 

Schon in der Mitte der 80er Jahre begann eine Entwicklung, die vor keinem Männerchor in unserer Region und darüber hinaus Halt machte. Die Chöre konnten mit den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, die sich dem Nachwuchs bot, nicht mehr Schritt halten. Andere Ansichten und Einsichten und das allzuoft anzutreffende Männerchortypische forderten Tribut. Der Quartettverein schrumpfte gewissermaßen in sich zusammen. In den 90er Jahren wurde es zum Überlebenskampf. Viele Proben fielen aufgrund mangelnder Beteiligung aus. Auftritte konnten nur mit Unterstützung aus anderen Chören durchgeführt  oder mußten abgesagt werden. Die Anwerbung neuer Sänger wurde betrieben,  ein Info-Frühschoppen am Bürgerhaus abgehalten und zahlreiche  frühere Sänger  angesprochen. Viele hatten sich wieder zum mitmachen entschlossen. Eine kleine positive Entwicklung hatte eingesetzt. Bei vielen war das aber leider nur Strohfeuer, denn bald erlahmte der Eifer und führte wieder zu einem bedauerlichen Abschwung.

 

Die verblieben Sänger rückten enger zusammen. Man hielt zusammen - eine verschworene Gemeinschaft im positiven Sinne. Aus dem „Quartettverein“ wurde der „Quartettverein klein aber fein“. Es wurde allen bewußt; Wer in dieser Situation den Mut verliert und an das Aufhören denkt, der hat bereits verloren. Die weitere Entwicklung war ein einziges Wellental - es ging auf und ab.

                                                                         

Der Verein erinnert sich an dieser Stelle daher in Dankbarkeit jener Männer, die im Laufe der letzten 20 Jahre die musikalische Verantwortung trugen, wie Siegfried Meyer und zuletzt Walter Kill. Walter Kill wurde am 17. Aug. 2004, an seinem 83. Geburtstag, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.  

 

Glück oder Investition in die Zukunft im Jahr 2004.  Am 30. März erschienen bei der Dattenberger Probe die Leubsdorfer Wolfgang Walter und Karl Sroka. Es wurden Gespräche geführt, die eine Chorgemeinschaft ins Auge faßten. Herbert Stich, Paul Krämer und Reinhold Schneider besuchten am 1. April eine Gesangprobe in Leubsdorf. Den Beschluß eine Chorgemeinschaft zu bilden erfolgte auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am

2. Juni 2004. Die erste gemeinsame Probe unter dem versierten und tatkräftigen Chorleiter Axel E. Hoffmann erfolgte am 16. September 2004.

 

Im Jahr 2005 feierte der Quartettverein sein 80-jähriges Bestehen. Am Samstag, dem 15. Oktober 2005, fand im Bürgerhaus in Dattenberg ein Musikfest und am Sonntag, dem 16. Oktober 2005, um 15 Uhr ein Festkommers statt. Möge das 80-jährige Jubiläum des Quartettvereins ein Ansporn sein, weiterhin im Dienste des Männerchorgesanges in Dattenberg sowie in Leubsdorf erfolgreich zu arbeiten, um viele junge Menschen für die Musik und den Erhalt des Chorgesanges zu begeistern.

 

 

Neben unserer intensiven Arbeit am Chorgesang mit über 40 Proben im Jahr, hat auch die Geselligkeit ihren festen Platz in unserem Verein. So veranstalten wir regelmäßig Wanderungen und Vereinsausflüge. Zur Tradition geworden ist unsere Beteiligung am über unsere Heimatgrenzen hinaus bekannte Winzerfest und unser Liedvortrag an der Kriegergedächtniskapelle am Volkstrauertag. Liedvorträge bei festlichen Anlässen wie z.B. Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Teilnahme an Sängerfesten befreundeter Gesangvereine und natürlich die Auftritte von Gratulationen und Festen der Ortsgemeinde.

 

 

Diese Zusammenfassung unserer Geschichte wurde anläßlich des 80-jährigen Bestehens bearbeitet und erweitert von Reinhold Schneider.